Millions4.earth

Zuletzt geändert am 28. May 2026

Das Klimathema ist in den Hintergrund gerückt, obwohl es breite Mehrheiten für mehr Klimaschutz gibt, wie eine Analyse des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt zeigt: 83% gaben bei einer repräsentativen Befragung von 8.000 Menschen an, dass sie sich wegen des Klimas Sorgen machen und 71% fordern mehr Maßnahmen von der Politik. 67% versuchen einen eigenen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Zitiert nach Teichler, Nils & Groh-Samberg, Olaf & Gerlitz, Jean-Yves (eds.). 2025. (Un)mögliche Transformation? Gesellschaftlicher Zusammenhalt und Einstellungen zum Klimawandel in Deutschland. Zweiter Zusammenhaltsbericht des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ). Leipzig: Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt. S. 29.

Nur: Wo sind die Menschen, die zu diesen Ansichten gehören? Warum sieht man sie nicht? Was genau tragen die 67% zum Klimaschutz bei? Kann man das strukturieren? Fördern? Sichtbar machen?

Menschen haben Angst wegen Kriegen, wegen der Inflation, steigenden Lebensmittelpreisen und Mieten. Das sind alles existenzielle Fragen und zum Teil hängen sie zusammen. Auch mit dem Klimaschutz. Inflation kann man bekämpfen, Mieten regulieren, Kriege beenden, aber die Erfolge werden nur dann Bestand haben, wenn wir uns auch um den Klimaschutz kümmern und zwar jetzt, denn wenn entsprechende Kipppunkte überschritten sind, sind Effekte nicht mehr umkehrbar. Das Artensterben hängt mit dem menschengemachten Klimawandel zusammen und stellt noch eine viel größere Bedrohung dar. Wenn Arten aussterben, zerreißt die Nahrungskette und wir bekommen weitere ernsthafte Probleme. Verhinderer spielen die Themen oft gegeneinander aus, aber es ist klar, dass Klimaschutz sozial verträglich durchgesetzt werden muss und kann.

Oma for Future mit kleinem Kind beim ersten Klima after Work-Treffen in Berlin, 01.07.2022

Millions4.earth ist der Versuch, das Klimathema wieder stärker im Bewusstsein der Gesellschaft bzw. Gesellschaften zu verankern und Menschen zum Handeln zu bringen. Diese Web-Seite vereinigt fast alles, was bisher schon versucht wurde: Petitionen, Öko-Apps für individuelles klimagerechtes Handeln (CO2-Fußabdruck), Parteigründungen, Demonstrationen, Newsletter zur Aktivierung und Information, Wahlomat und das alles kombiniert mit Gamification für die Bewertung von Fußabdruck und Handabdruck. Millions4.earth ist eine Web-Seite, auf der man für die folgenden Forderungen unterschreibt:

  1. Verkündung der Statements von Hungern bis Ihr ehrlich seid (siehe unten), die von Scientist for Future überprüft worden waren und auch von den Parents for Future und den Psychologists/Psychotherapists4Future unterstützt werden.
  2. Sozialverträglicher Umbau der Gesellschaft zum Erreichen der Klimaneutralität bis 2040
  3. Sozialverträglicher Abbau von Subventionen fossiler Energieträger
  4. Rückkehr zum Klimagesetz mit Sektorzielen, angepasst auf 2040

Die Forderung von „Hungern bis Ihr ehrlich seid“ war, dass die Bundesregierung Folgendes verkünden möge:

  1. Der Fortbestand der menschlichen Zivilisation ist durch die Klimakatastrophe extrem gefährdet.
  2. Der CO₂-Gehalt in der Luft ist viel zu hoch (0,42 ‰).  Der Weltklimarat zeigt einen Weg (SSP1-1.9 “1,5°-Pfad”), mit dem die Menschheit die beste Überlebenschance hat.
  3. Dieser Pfad hat einen Zielwert von 0,35 ‰ (bis zum Jahr 2150).  Das bedeutet, es sind bereits jetzt hunderte Gigatonnen zu viel CO₂ in der Luft.
  4. Wir müssen jetzt, wenn auch mit Jahren Verspätung, radikal umsteuern.
Forderungen von „Hungern bis ihr ehrlich seid“. Hungerstreikcamp, Spreebogenpark, Berlin, 07.04.2024

Im Unterschied zu normalen Petitionen gibt es für diese Petition kein Laufzeitende. Sie läuft durch und sammelt weiter Unterstützer*innen. Die „Unterschriften“ sind nicht auf einem Server gesammelt. Auf dem Server sind nur Schlüssel vorhanden. Die Daten der Teilnehmenden sind lokal in ihrem Browser gespeichert. Man kann vor Wahlen aktuelle Zahlen kommunizieren und bei entsprechender Größe auch echte Petitionen durchführen.

Zeichner*innen der Petition bekommen einen Invite-Link, den sie nutzen können, um Kontakte einzuladen. Für Menschen, die sie direkt eingeladen haben, bekommen sie Punkte (Handabdruck). Sie können später eine grafische Aufbereitung der Einladungskette sehen. Wenn jemand fünf Personen eingeladen hat und diese jeweils wieder fünf oder zehn oder hundert, dann kann die erste Person das sehen.

Visualisierung der Wirksamkeit von Einladungen

Für individuelles klimagerechtes Handeln werden ebenfalls Punkte vergeben und die Ergebnisse werden auf der Webseite angezeigt: Wie viele Prozent der Zeichnenden essen weniger Fleisch, verzichten auf Flüge oder Kreuzfahrten, benutzen das Fahrrad usw. Das Handeln von Menschen beeinflusst Menschen. Wenn wir Regierungen zeigen, wie Menschen handeln, haben sie weniger Angst davor entsprechende Maßnahmen umzusetzen/klimaschädliche Subventionen zu kürzen usw. Vorausgesetzt, das Lobbyismus-Problem wird gelöst bzw. eingedämmt.

Ein optionaler Newsletter kann genutzt werden, um die Millionen über aktuelle Entwicklungen, anstehende Demonstrationen, Volksentscheide, Petitionen und klimakompatible Optionen für Wahlen zu informieren. Die Email-Adressen sind unabhängig von den Fußabdruck und Handabdruck-Daten gespeichert. Nutzer*innen, die das möchten, können auch über Push-Nachrichten im Browser informiert werden, dann ist die Kommunikation komplett ohne Email möglich. Push-Nachrichten erinnern Nutzer*innen auch in größeren Abständen an millions4.earth, so dass sie zurückkehren und aktiv bleiben.

Die Software ist so eingerichtet, dass die Web-Seite international benutzt werden kann. Anpassung mit Texten und Gamification-Aspekten für andere Länder und Sprachen sind möglich.

Quellen

Ganswindt, Till & Neubert, Anja. 2025. Forschungsbericht: Mehrheit der Deutschen will Klimaschutz. tagesschau 13.11.2025. (https://www.tagesschau.de/wissen/klima/bericht-gesellschaft-klimaschutz-100.html)

Teichler, Nils & Groh-Samberg, Olaf & Gerlitz, Jean-Yves (eds.). 2025. (Un)mögliche Transformation? Gesellschaftlicher Zusammenhalt und Einstellungen zum Klimawandel in Deutschland. Zweiter Zusammenhaltsbericht des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ). Leipzig: Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt. (https://fgz-risc.de/fileadmin/media/publikationen/Zweiter_Zusammenhaltsbericht/Zweiter_Zusammenhaltsbericht_FGZ_web.pdf)

Kreuzfahrten, CO2 und Klimatote

Zuletzt geändert am 11. May 2026

Ich habe mir mal den Klima-Impakt von Kreuzfahrten angeschaut. Dass Kreuzfahrten aus verschiedenen Gründen abzulehnen sind, war mir schon klar: Klimaschutz, Umweltschutz, Gesundheitsschutz, Übertourismus. Die meisten Schiffe fahren noch mit schwefelhaltigem Schweröl. Die Verbrennung erzeugt CO2 und weitere schädliche Substanzen (Schwefeldioxid SOx, Stickoxide NOx und Feinstaub). Das CO2 ist schlecht für’s Klima, die anderen Abgase schädigen die Reisenden und die Menschen in den Häfen. Neuere Schiffe fahren mit LNG (Liquified Natural Gas, verflüssigtes Erdgas = Methan), was die Probleme mit den schädlichen Abgasen behebt, aber Methan ist ein Klimagas, das 28 bzw. nach neuen Studien sogar 33 Mal schädlicher ist als das CO2 (siehe Wikipedia: Treibhauspotential Methan), und bei der Erzeugung von LNG gibt es den so genannten Methanschlupf. Wegen Undichtigkeit von Rohren bei der Förderung entweicht Methan in die Atmosphäre, aber auch in den Motoren bei der Verbrennung gibt es einen Methanschlupf. Methan zerfällt zwar schneller als CO2, die Klimawirkung ist jedoch auch sehr viel größer. Bei der Verbrennung von Methan für den Antrieb/die Energiegewinnung im Schiff wird dann auch CO2 freigesetzt.

Der Spiegel schreibt dazu:

Der Haken: Die CO2-Emissionen eines LNG-Kreuzfahrtschiffs sind nur etwas geringer. Aida Cruises spricht von minus 20 Prozent im Vergleich zu einem Marinediesel-Schiff. Tui Cruises geht von zehn Prozent weniger Emissionen aus, wenn man die gesamte Lieferkette von der Produktion bis zur Nutzung berücksichtigt.

koe/dpa. 2020. LNG-Schiffe: Wie klimaschädlich ist meine Kreuzfahrt? Der Spiegel. Hamburg.

Neuere Studien gehen davon aus, dass LNG sogar schädlicher als Marinediesel ist (Pavlenko et. al. 2020):

Eine Alternative, die elektrische Antriebstechnik mit Batterien ist nur für kürzere Strecken geeignet. Was Flüssiggas (LNG) angeht, das seit einigen Jahren zumindest als mögliche Brückentechnologie galt und das Kreuzfahrtreedereien mittlerweile gern als „grün“ vermarkten, so wird dieses in aktuellen Studien wegen seiner Methangasemissionen sogar als wesentlich klimaschädlicher als Marinediesel bewertet. Wasserstoff gilt als zukunftsträchtig, erfordert aber aufwändige Drucktanks sowohl an Bord der Schiffe wie an Land bei Lagerung und Transport.

Wolff, Reinhard. 2020. Neuer Treibstoff für Schiffe: Pipi fürs Klima. taz 07.02.2020. Berlin.

Kreuzfahrten ein Massenphänomen

Man könnte denken, dass Kreuzfahrten ein Randphänomen seien, aber dem ist nicht so. Die Zahl der Kreuzfahrten steigt ständig. Während 2010 noch 19,10 Millionen Menschen eine Kreuzfahrt unternahmen, waren es 2025 bereits 37,70, wie die folgende Grafik mit Cruise Lines International Association-Daten zeigt:

Entwicklung der Passagiere der Hochseeschifffahrt von 2010–2025 laut CLIA aus Wikipedia-Eintrag über Kreuzfahrtschiff

Kreuzfahrten sorgen weltweit für 3% des CO2-Ausstoßes. Also mehr als der Ausstoß Deutschalnds, der bei 2% liegt (für 1% der Weltbevölkerung).

Die Weltreise

Ich möchte im Folgenden mal anhand einer Beispielkreuzfahrt vorrechnen, welche Konsequenzen eine halbjährliche Schiffahrt hat. AIDA Cruises bietet Weltreisen an. Diese dauern 144 Tage und das folgende Bild zeigt die Route für 2027/2028 mit genauen Daten.

Weltreise 2027 in 144 Tagen mit der AIDAdiva mit 2500 anderen Passagieren

Die Daten des Schiffes AIDAdiva findet man in Wikipedia: Es wird mit Diesel- oder Schweröl betrieben und bietet Platz für 2500 Passagiere. Strom für Sauna, Party und Beleuchtung wird mit Dieselgeneratoren erzeugt.

Man kann nun versuchen auszurechnen, wie viel CO2 eine Person auf dieser Reise ausstößt. Auf Wikipedia findet man dazu diesen Satz:

Der Ausstoß von Treibhausgasen pro Passagier*in und zurückgelegtem Kilometer variiert jedoch sehr stark zwischen den verschiedenen Reedereien. Auf Basis der Daten für den Europäischen Markt (THETIS-MRV) reicht der Treibhausgasausstoß von unter 200 bis über 900 g CO2 pro Passagierkilometer – je nach Reederei ein Unterschied um mehr als das Vierfache.

Die 144-tägige Reise hat eine Länge von über 40.000 Seemeilen. Eine Seemeile sind 1852m, d.h. die Reise ist über 74.080 km lang. Setzt man 200g CO2 pro Passagierkilometer als untere Grenze an, bekommt man 74.000*2.500*200 = 37.000.000.000g = 37.000 Tonnen. Mit 74.000*2.500*900, also der oberen Grenze der Abschätzung ergeben sich 166.500 Tonnen.

37.000 Tonnen CO2 entsprechen 10.000 Tonnen verbranntem Kohlenstoff. Und 166.500 Tonnen 45.000. Parncutt (2019) hat die 1000-Tonnen-Regel aufgestellt, wonach 1000 Tonnen verbrannter Kohlenstoff einem zukünftigen Klimatoten entsprechen (zu einem Vergleich verschiedener Abschätzungen siehe Abschätzung der Tode, die wir durch unsere Treibhausgas-Emissionen verursachen). Das bedeutet, dass die 2.500 Menschen gemeinsam zwischen 10 und 45 Menschen töten werden.

Bei dieser Rechnung wurden nur Personenkilometer berücksichtigt. Es gibt aber auch noch Tage, an denen das Schiff im Hafen liegt. Auch im Hafen muss es mit Energie versorgt werden. Das kommt aus den Dieselgeneratoren (es sei denn das Schiff verfügt über einen Landstromanschluss und der Hafen über eine entsprechende Gegenstelle). Außerdem muss man die Kabinengröße berücksichtigen. Je größer die Kabine, desto mehr vom Kraftstoff muss man sich als Person zurechnen lassen.

Kabinenpreise auf der AIDA mit 8000€ Frühbucherrabatt.

Bei myclimate.org kann man den CO2-Ausstoß in Abhängigkeit von der Kabinengröße, der Schiffsgröße, der Reisezeit und den Tagen an Land berechnen. Für ein Schiff mit 2.500 Passagieren, 144 Tagen Reisezeit und 22 Landtagen ergibt sich bei einer Belegung der Kabine mit zwei Personen ein CO2-Ausstoß pro Person von 54,1 Tonnen. (Bei einer Suite wären es 65,6 Tonnen.)

Berechnung der Klima-Impacts bei myclimate.org für 144 Tage Kreuzfahrt mit 22 Tagen Landgang und einer Schiffsgröße von 2500 Passagieren.

Zum Vergleich: Der durchschnittliche Jahresausstoß eines/einer Deutschen beträgt zur Zeit 10,3 Tonnen. Wer auf Kreuzfahrt geht, muss seine Wohnung dennoch beheizen und hat auch im restlichen halben Jahr noch einen CO2-Fußabdruck. Also mal schlapp 50 Tonnen zusätzlich. Klimaverträglich wäre der Ausstoß einer Tonne. Wer also ein halbes Jahr auf Kreuzfahrt fährt, stößt für 54 Jahre CO2 aus.

2.500*54,1 Tonnen = 135.250 Tonnen CO2. Das entspricht 36.554 Tonnen Kohlenstoff, also 36 Klimatoten.

Anders als bei Flügen, sind bei Kreuzfahrten garantiert keine dienstlichen Fahrten dabei. Es geht also um den puren Lustgewinn.

Experiment: Würdest Du es auch direkt tun?

Hier ein kleines Experiment: Wenn man eine Vorrichtung konstruieren würde, an die 2.500 Menschen angeschlossen sind, die gemeinsam einen Vorgang auslösen müssen, der dann 35 Menschen tötet, würdest Du daran mitwirken, wenn Du etwas ganz Tolles für diesen Mord bekämest? Nein? Warum nicht? Was ist der Unterschied zur Kreuzfahrt? Wie sähe es aus, wenn man nicht wüsste, welcher Abzug entscheidend ist? Wenn nur das Abdrücken von 30% der 2500 an das Auslösen der Morde gekoppelt ist? Du Dir hinterher immer sagen könntest, dass vielleicht nicht Dein Handeln zu den Morden geführt hat. Wie wäre das? (siehe zu diesem Experiment auch Fliegen tötet. Würdest Du es auch direkt tun? Ein Experiment)

Klimaschutz: „Aber ich bin doch vegan!“

Hier gibt es noch einen Beitrag von extra3 zu veganen Kreuzfahrten:

Der Punkt ist: Im Vergleich zu einem veganen Leben ist eine Kreuzfahrt so CO2-intensiv, dass das vegane Essen Pillepalle ist. Menschen beruhigen sich mitunter damit, dass sie eine Handlung vollziehen, wo eigentlich mehrere nötig wären. Das nennen Psycholog*innen Single Action Bias. „Ich wähle ja schon die Grünen, da kann ich auch fliegen.“ „Ich lebe ja vegetarisch, da kann ich auch eine Kreuzfahrt machen.“ Das Ziel ist Klimaneutralität. Das lässt sich nur erreichen, indem die Emissionen auf Null gesenkt oder zumindest so weit reduziert werden, dass der Rest anderweitig kompensiert werden kann. Die Kreuzschifffahrt strebt das für 2050 an. So lange die Probleme nicht gelöst sind, sollte man keine Kreuzschifffahrten machen UND auf Fleisch verzichten UND nicht fliegen UND jemanden wählen, der die Klimakatastrophe ernst nimmt. Niemand ist perfekt, keiner schafft alles, aber Kreuzfahrten sollte man einfach nicht machen und das Fliegen immer weiter reduzieren. Das Klimaproblem können wir letztendlich nur gemeinschaftlich lösen. Es ist deshalb wichtig, richtig zu wählen und sich in gesellschaftliche Prozesse einzubringen. Siehe auch Warum individuelle Verhaltensänderungen wichtig sind.

Niko Paech hat 2019 gesagt: „Zu fliegen ist das größte Umweltverbrechen, das man als Einzelperson legal begehen kann.“ Er lag falsch. Eine Kreuzfahrt ist das größte Umweltverbrechen, dass man legal begehen kann. Nun ja, vielleicht lag er doch richtig, denn in dem halben Jahr Kreuzfahrt könnte man auch mehrfach nach Sydney fliegen und damit in kürzerer Zeit größere Schäden anrichten. (Zu den Flügen nach Sydney siehe Sind Fluggäste Mörder? und Abschätzung der Tode, die wir durch unsere Treibhausgas-Emissionen verursachen.)

Bleibt am Boden und an Land und nähret Euch redlich!1 

Anhang

Wer noch nicht genug gelesen hat, möge den Blog-Beitrag über Kipppunkte lesen, in dem ich diskutiere, was Kipppunkte sind, wo wir gerade stehen und was passiert, wenn wir so weitermachen wie jetzt.

Quellen

Bressler, R. Daniel. 2021. The mortality cost of carbon. nature communications 12(4467). 1–12. (doi:10.1038/s41467-021-24487-w)

koe/dpa. 2020. LNG-Schiffe: Wie klimaschädlich ist meine Kreuzfahrt? Der Spiegel. Hamburg. (https://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/aida-und-co-wie-klimaschaedlich-ist-meine-kreuzfahrt-a-cb3a21c8-3a12-4b75-9a3e-9aeae0064307)

Pavlenko, Nikita & Comer, Bryan & Zhou, Yuanrong & Clark, Nigel. 2020. The climate implications of using LNG as a marine fuel. International Council of Clean Transportation. (https://theicct.org/publication/the-climate-implications-of-using-lng-as-a-marine-fuel/)

Parncutt, Richard. 2019. The human cost of anthropogenic global warming: Semi-quantitative prediction and the 1,000-Tonne Rule. frontiers in Psychology 10(2323). 1–17. (doi:10.3389/fpsyg.2019.02323)

Pearce, Joshua M. & Parncutt, Richard. 2023. Quantifying global greenhouse gas emissions in human deaths to guide energy policy. Energies 16(6074). 1–20. (doi:10.3390/en16166074)

Wolff, Reinhard. 2020. Neuer Treibstoff für Schiffe: Pipi fürs Klima. taz 07.02.2020. Berlin. (https://taz.de/Neuer-Treibstoff-fuer-Schiffe/!5662280/)