Ökozid, Klimakanzler, Nazivergleiche

Zuletzt geändert am 14. September 2022

Ökozid

Die Klimabewegung fordert ein Ökozidgesetz, das dafür sorgt, dass Verhalten, das zu Klimaschäden führt, bestraft werden kann.

Wissenschaftler von Scientist Rebellion besprühen das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. Hannoversche Straße, Berlin, 07.04.22, Bild: Stefan Müller/PIC ONE, CC-BY.

Dabei geht es insbesondere um das Handeln von Politiker*innen und Firmenchefs bzw. -chefinnen. Die ARD hat 2020 ein Doku-Drama mit dem Titel Ökozid gesendet, in dem die Bundesregierung im Jahr 2034 vor einem Internationalen Gericht angeklagt und verurteilt wird.

Die Frage der Schuld ist nicht einfach zu beantworten. Macht Habeck sich mitschuldig, wenn er LNG-Terminals bauen lässt und Flüssiggas importiert? Ist sein Handeln alternativlos?

Mitunter ist die Lage aber auch sehr klar: Politiker der FDP verhindern aktiv Klimaschutz und erfüllen die im Klimagesetz und Koalitionsvertrag vereinbarten CO2-Reduktionsziele im Bereich Verkehr nicht (Spiegel, 28.08.2022). Dazu kommen direkte Kontakte von Lindner zu Porsche-Chef Blume, der direkt darauf eingewirkt hat, dass die Weiterverwendung von Verbrennungsmotoren im Koalitionsvertrag steht (taz, 24.07.2022).

Reduktion der Emissionen im Verkehrssektor

Ausgehend vom Jahr 2019 wurden im Klimaschutzgesetz für einzelne Sektoren Reduktionsziele festgelegt. Für den Verkehrssektor ist das Ziel, 2030 einen Ausstoß von 85 Megatonnen CO2 zu erreichen. Svenja Schulze, damals Umweltministerin der SPD, hat 2019 gesagt: „Unter den ganzen Tonnen kann sich doch niemand etwas vorstellen.“ (Stefan Rahmstorf. 2019 im Spiegel, Video von ARD Kontraste auf Twitter). Es gibt einen interessanten Aufsatz in Frontiers of Psychology. In diesem Aufsatz werden tote Menschen nicht in Geldsummen umgerechnet, wie das die Ökonom*innen so gern machen, sondern es wird verbrannter Kohlenstoff in zukünftige Klimatote umgerechnet. Parncutt (2019) kommt zu dem Ergebnis, dass 1000 Tonnen verbrannter Kohlenstoff einem toten Menschen entsprechen. CO2 ist schwerer als nur der Kohlenstoff (C): 1000 t Kohlenstoff entsprechen 3700 t CO2. 85 Megatonnen CO2 entsprechen 22.972.972,9 t Kohlenstoff. Das sind also 23.000 Klimatote. Zur Zeit stößt der Verkehrssektor 148 Mt CO2 aus. Laut Plan sollten wir bei 145 Mt sein. Der Verkehrssektor hat die Ziele im letzten Jahr also um 3Mt verfehlt (M-Five et. al. 2022).

M-Five et. al. 2022: Bewertung von Maßnahmen für ein Sofortprogramm nach Bundes-Klimaschutzgesetz (KSG)

3 Megatonnen sind 3 Millionen Tonnen. 3.000.000 t CO2 sind 810.810 t Kohlenstoff, also 811 Tote. Die Sektorenziele sind im Klimaschutzgesetz so festgelegt, dass die CO2-Mengen, die zu viel ausgestoßen werden, in den folgenden Jahren aufgeholt werden müssen. Das heißt, dass 2022 nicht 139 Mt sondern auch noch die 3 vergeigten Megatonnen zusätzlich eingespart werden müssen. Sektoren, die Ziele verfehlen (2021 waren das Gebäude und Verkehr) müssen ein Sofortprogramm auflegen, in dem dargestellt wird, wie die Versäumnisse nachgeholt werden. Hierzu ist die folgende Grafik interessant:

ERK. 2022. Prüfbericht zu den Sofortprogrammen 2022 für den Gebäude- und Verkehrssektor. S. 85

Die oberste Kurve ist eine Fortschreibung dessen, was 2021 an Maßnahmen geplant war. Man würde damit bei 125 Megatonnen landen (Klimaschutzprogramm+ von 2021, Prognos 2022), also weit über den 85 Megatonnen, die für 2030 im Klimaschutzgesetz stehen. Minimal darunter liegt die Kurve, die das Sofortprogramm berücksichtigt. Selbst mit diesem Sofortprogramm bleibt eine riesige Lücke zwischen dem, was die Regierung bisher plant (hellgrüne Kurve) und dem, as laut Klimaschutzgesetz passieren müsste. Da sich die Fehlbeträge für jedes Jahr aufaddieren, kommen bis 2030 261 Megatonnen zustande (zur Lücke von 261 Mt siehe ERK, 2022: 5). Das wären 70.540 Tote. Der Expertenrat für Klimafragen der Bundesregierung hat deshalb die Überprüfung des Sofortprogramms abgebrochen und es als völlig unzureichend bezeichnet (ERK, 2022: 81–82).

Die kumulierte Erfüllungslücke beträgt 261 Mt CO2-Äq. bis 2030. Das entspricht der Lücke im Vergleich zum dann gültigen, nach §4 Abs.3 KSG angepassten, Zielpfad im Jahr 2030. Dabei wird – anders als für den Gebäudesektor – kein angepasster fossiler Brennstoffpreispfad als Referenz angegeben, was vermutlich auch im Verkehrssektor zu einer Ausweisung von einer zusätzlichen THG-Minderungswirkung geführt hätte. Der Expertenrat stellt damit fest, dass das vom BMDV vorgeschlagene Sofortprogramm laut eigener Einschätzung des BMDV zwar emissionsmindernde Wirkung entfaltet, aber nicht die Bedingung an ein Sofortprogramm gemäß § 8 Abs. 1 KSG erfüllt.

Expertenrat für Klimafragen, 2022:81

Die Deutsche Umwelthilfe geht gerichtlich gegen die FDP-Pläne vor (taz, 06.09.2022: 9).

Die Kurven unter dem KSG-Zielpfad (oberste rote Kurve) sind noch interessanter: Das sind die Kurven, die man bekommt, wenn man der hellgrünen FDP-Kurve folgt und dann im Jahr X versucht, auf einen Pfad zu kommen, der dem Reduktionsziel von 85 Megatonnen entspricht. Es reicht dann nämlich nicht aus, einfach ein bisschen zu reduzieren, um dann irgendwie auf 85 Mt zu kommen, sondern man muss all die CO2-Mengen, die man in den Jahren zuvor rausgepustet hat, zusätzlich einsparen. Damit kommt man letztlich im Extremfall dazu, dass man im Jahr 2029 ganz plötzlich auf fast null runter muss und dann immer noch 137 Megatonnen CO2-Schulden hat, weil man das ganze CO2 der vergangene Jahre nicht mehr ausgleichen kann.

Jetzt kann man sagen: „Ach, OK. Dann machen die das alles eben ein bisschen später. Hauptsache, sie machen das irgendwie.“ Das Problem an dieser entspannten Sicht ist, dass es Kipppunkte im Klimasystem gibt. Das Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung geht zur Zeit von folgenden Temperaturen für die Auslösung der Kippelemente aus:

Kipppunkte und Temperaturbereiche, in denen sie wahrscheinlich ausgelöst werden. PIK 2022

Die Klimawissenschaftler*innen waren – wie sich das für seriöse Wissenschaftler*innen gehört – bisher immer zu konservativ in ihren Schätzungen, d.h. Extremwerte wurden schneller erreicht als vorhergesagt. Zur Zeit warnen Wissenschaftler*innen davor, das 2030 bereits vier von neun Kipppunkten erreicht sein können (dpa-Meldung, 09.09.2022)

Insgesamt verhält sich die FDP so wie die CSU vor ihr. Notwendige Änderungen im Verkehrssystem werden verschleppt. Lindner will auch lieber sektorübergreifende Budgets und hat schon angekündigt, sich nicht an die Budgets halten zu wollen (Spiegel, 25.08.2022). Es steht also zu befürchten, dass in der gesamten Legislaturperiode nach Wissing-Plänen weitergewurschtelt wird. Wenn es dann gelänge, FDP und CSU aus der Regierung zu halten, könnten wir beim angepassten KSG-Zielpfad 2025 weitermachen.

Klimakanzler, Porsche-Partei und Tötung durch Unterlassung

Wir haben eine Situation, in der es sehr einfach umzusetzende Maßnahmen gibt. Dazu zählen das Tempolimit, die Abschaffung des Dienstwagenprivilegs und der Pendlerpauschale. Die Mehrheit der Deutschen (72%) akzeptiert die Einführung von Tempolimits (taz, 16.05.2022).

Plakat von Scientist Rebellion am Bundesverkehrsministerium, Berlin, 08.04.22, Bild: Stefan Müller/PIC ONE, CC-BY

Folgende Maßnahmen könnten kurzfristig umgesetzt werden:

  • Tempolimit (bei 130/80/30 ergeben sich Einsparungen von 2,5 Mt = 676 Tote pro Jahr, Quelle zum CO2: Umweltbundesamt, 2022)
  • Dienstwagenprivileg abschaffen
  • Dieselsubventionen streichen
  • Pendlerpauschale reduzieren und abschaffen
  • Kerosinsteuer (12 Mrd €)
  • Tankrabatte abschaffen und Gelder in Klimageld umwandeln
  • 9-Euro-Ticket (7,2 Megatonnen CO₂ pro Jahr = 1946 Tote pro Jahr, Quelle zum CO2: Spiegel und VDV)

Zu den CO2-Toten beim Tempolimit kommen natürlich noch ganz konkrete Unfallopfer dazu. Das sind in Deutschland auch jedes Jahr über tausend: In den ersten sechs Monaten dieses Jahr waren es 1.238 (taz, 24.08.2022). Bei reduzierten Geschwindigkeiten würde die Anzahl der Opfer entsprechend stark zurückgehen. Das Dienstwagenprivileg kommt überwiegend reichen Menschen zugute und kann einfach gestrichen werden. Die Pendlerpauschale ist eine fehlgeleitete Subvention und sollte abgebaut werden. Kerosinsteuer und 9-Euro-Ticket sind nicht so einfach, weil die entsprechenden Maßnahmen größere Eingriffe in das Wirtschaftssystem bedeuten. Dennoch sollten sie angegangen werden. Es stellt sich die Frage nach der Finanzierung des 9-Euro-Tickets. Diese wäre unproblematisch, wenn Subventionen abgebaut würden und das Steuersystem umgebaut würde (Erbschaftssteuer, Einkommenssteuer für extrem hohe Einkommen, höhere Steuern auf Aktiengewinne). Hier klemmt es wieder bei der FDP. Es ist nicht nur so, dass die FDP und mit ihr die Bundesregierung entscheidende Maßnahmen blockiert, es ist auch so, dass die FDP gegen die Absprachen in der Koalition, gegen die Wünsche und Pläne Berlins die Planung des nächsten Bauabschnitts der Autobahn A100 mitten durch die Stadt ausschreibt. Ein unsinniges Milliardenprojekt, das statt Verkehr zu reduzieren zu mehr Verkehr führen wird.

Das Nicht- bzw. Falschhandeln der Bundesregierung trägt zum Tod von Menschen bei. Das fällt unter Tötung durch Unterlassung und die zuständigen Personen werden sich früher oder später vor den entsprechenden Gerichten zu verantworten haben.

Nazivergleiche

Olaf Scholz hat nach einer Störung auf dem Katholikentag, die Störer*innen mit Nazis verglichen.

Olaf Scholz vergleicht auf dem Katholikentag 2022 Störer*innen vom Aufstand der Letzten Generation mit Nazis.

Scholz‘ Äußerung war unterkomplex. Was spielt es für eine Rolle, wie Protestierende gekleidet sind, ob sie ihre Statements geübt haben und ob es immer dieselben Protestierer sind oder nicht? Wenn er auf der sachlichen Ebene geantwortet hätte, hätte er so etwas sagen müssen wie: „Aber, hej, wieso protestieren die denn? Das ist doch völlig ungerechtfertigt. Ich habe schon als Finanzsenator mit Angela Merkel für eine Reduktion des CO2-Ausstoßes um 10 Gt gesorgt und jetzt bin ich Euer Klimakanzler und habe allein im vergangenen Jahr den Ausstoß noch einmal um 20 Gt reduziert.“ Leider ist dem aber nicht so und so bleibt ihm nichts anderes als festzustellen, dass die Störer*innen oft schwarz gekleidet sind. (Übrigens hat auch Lindner im Sommerinterview mit der ARD erwähnt, dass die Antifa das 9-Euro-Ticket gut findet. Unterirdisch.)

Einer der Störer*innen war Simon Helmstedt, den ich während des Hungerstreiks vor einem Jahr etwas näher kennengelernt habe.

Simon Helmstedt, den achten Tag im Hungerstreik. Berlin, 06.09.21

Simon ist kein Nazi. Soweit ich es einschätzen kann, ist er ein ruhiger, besonnener Mensch, der sich intensiv Gedanken über das Klima macht. Seinen Kommentar zu Olaf Scholz‘ Auslassungen über die Braunkohle und Arbeitsplätze („Schwachsinn!“) kann ich nachvollziehen. Vielleicht ist das als Diskussionsbeitrag ein bisschen kurz. Jetzt steht Simon Helmstedt vor Gericht (taz, 25.08.2022).

Der Nazivergleich ist ziemlich krass und zeigt, dass Scholz irgendwie die Lage nicht versteht. Ich möchte hier keinen Nazivergleich machen, aber darauf hinweisen, dass seit letztem Jahr einer Sekretärin, die im KZ Stutthof gearbeitet hat, der Prozess gemacht wird (taz, 02.02.2022; taz, 01.07.2022). Irmgard Furchner ist 94 und jetzt wegen Beihilfe zum Mord in 11.380 Fällen angeklagt. Addieren wir nur die Toten des nicht eingeführten 9-Euro-Tickets und die aus dem Tempolimit und multiplizieren das mit den fünf Jahren der Amtszeit, ergeben sich 13.200 Tote. Das ist schon mehr als die Toten, die die Sekretärin mitzuverantworten hat. Und die Macht, der Handlungsspielraum und die Verantwortung, die Scholz, Lindner und Wissing haben, ist weit größer als die der Sekretärin.

Im Prozess berichten Zeugen:

Von weit her aus einem Amtsgericht in Warschau sprach er am Dienstag via Videoschaltung zu dem Landgericht. Gut 900 Kilometer entfernt, 77 Jahre nach der gelungenen Flucht. Entfernung und Zeit gehen bei den Schilderungen des 96-Jährigen aber in Nähe und Gegenwart über. „Der Geruch von verbrannten, menschlichen Leichen war überall.“ Die schwarze Rauchsäule der Öfen habe über dem Lager gestanden. Der Schornstein sei „der einzige Weg zur Freiheit“ gewesen, sagte Dunin-Wasowicz.

Dieser Gestank wurde noch stärker, als die SS wegen der vielen toten jüdischen Frauen Scheiterhaufen errichtete. Eine Schicht Holz, eine Schicht Menschen, eine Schicht Holz, eine Schicht Menschen, erinnert sich der Pensionär im dunklen Anzug und hellen Hemd.

taz, 1.7.2022: Prozess gegen frühere KZ-Sekretärin: Menschen und Brennholz, geschichtet

Den Gestank der Verbrennung kann heute jede und jeder wahrnehmen, jeder führende Politiker weiß, wie hoch der CO2-Austoß im Verkehrssektor ist. Wir haben in Deutschland bereits Flutkatastrophen, Dürren, Waldbrände, Missernten, allein in diesem Jahr gab es in den Hitzewellen eine Übersterblichkeit von 10.000 Toten (taz, 22.08.2022). Zu einer Liste der Katastrophen national und international siehe Die Klimakatastrophe: Dokumentation von katastrophalen Auswirkungen in der Gegenwart. Niemand in den Führungsetagen kann mehr behaupten, er/sie habe nichts gewusst. Angela Merkel hat gewusst, was auf uns zukommt (Merkel, 1997). Olaf Scholz weiß es auch und wenn er es nur deshalb weiß, weil Henning Jeschke vom Aufstand der Letzten Generation es ihm in den eindringlichsten Worten geschildert hat:

Gespräch von Lea Bonasera und Henning Jeschke von der Letzten Generation mit Olaf Scholz, 12.11.2021

Es ist klar, dass die nationalsozialistische Mordmaschine nicht mit irgendetwas zu vergleichen ist, was es heute in diesem Land gibt. Niemand hat das Ziel andere Menschen zu ermorden. Aber der Tod anderer Menschen wird in Kauf genommen. Und die Zahl der Menschen, für deren Tod Wissing, Lindner und Scholz mitverantwortlich sind, ist mindestens so hoch, wie die, die Irmgard Furchner auf dem Gewissen hat.

António Guterres, der UN-Generalsekretär, hat nach der Vorstellung des 6. Sachstandsberichts des Weltklimarates (IPCC) deutliche Worte gefunden:

Rede von António Guterres, UN-Generalsekretär, nach Vorstellung des IPCC-Reports, 04.04.2022

Climate activists are sometimes depicted as dangerous radicals, but the truly dangerous radicals are the countries that are increasing the production of fossil fuels. Investing in new fossil fuel infrastructure is moral and economic madness.

Aus der Rede von António Guterres, UN-Generalsekretär, nach Vorstellung des IPCC-Reports, 04.04.2022

Klimaaktivist*innen werden jetzt vor Gericht gestellt. Wegen Hausfriedensbruch, wegen Nötigung bei Straßenblockaden oder weil sie die Internationale Automobilausstellung in München gestört haben.

Olaf Scholz wurde 1958 geboren. Er wird 2050 92 Jahre alt sein. Volker Wissing wird dann 80 sein und Christian Lindner 71. Selbst wenn wir eine 1,5°-Welt erreichen, wonach es eben zur Zeit nicht aussieht, wird die Lage da noch viel schlimmer als jetzt sein. Wenn es dann noch Gerichte gibt, werden sie sich sicher mit der heutigen Zeit und dem systematischen Versagen der deutschen Regierung und auch mit den Protesten dagegen beschäftigen.

Schlussfolgerung

Darauf, dass diese Regierung die Klimakrise nach besten Möglichkeiten abmildert, können wir uns nicht verlassen. Die Deutsche Umwelthilfe klagt. Das ist gut! Uns bleibt nur, die Regierung täglich daran zu erinnern, dass es so nicht weitergehen kann. Dazu gibt es viele bekannte Möglichkeiten (Fridays for Future, Scientists for Future, Berlin for Future mit dem Klimamontag, …, Extinction Rebellion, Aufstand der Letzten Generation, BUND, Greenpeace, Robin Wood, (Klimagruppen in) Parteien) und die Anzahl der Demonstrationen und Aktionen nimmt wieder zu. Eine neue Aktivität ist Klima After Work, eine Art Party, die jeden Freitag vor dem Klimaministerium (direkt gegenüber vom Verkehrsministerium und am Invalidenpark) stattfindet. Mit interessanten Redebeiträgen, partei- und bewegunsgsübergreifend. Das ist die Fortsetzung von dem, was Fridays for Future angefangen hat. Nur eben um 17:00 statt um 13:00. Eine Stunde. Wir machen da weiter, gemeinsam mit den Kids. Wir sind es ihnen schuldig. Alle, die bei den oben genannten Aktivitäten nicht mitmachen können, sollten wenigstens zur Party gehen. =:-)

Rebel for Life: Kleines Kind mit Extinction-Rebellion-Jacke und Oma for Future beim ersten Klima after Work, Berlin, 01.07.2022, Bild: Stefan Müller/PIC ONE, CC-BY.

Quellen

Asmuth, Gereon. 2022. Hitzetote in Deutschland: Hitzewelle mit dunklem Schatten. taz. Berlin. (https://taz.de/Hitzetote-in-Deutschland/!5873299)

Auf der Maur, Alex & Trachsel, Tim. 2021. Zielpfade Verkehr: Analyse von politischen Maßnahmen zur Erreichung der Klimaschutzziele im Verkehr. Basel. (Studie im Auftrag von T&E Deutschland.) (https://www.prognos.com/de/projekt/zielpfade-fuer-den-klimaschutz-im-verkehrssektor)

dpa. 2022. Klimaforschung: Kipppunkte könnten schon 2030 erreicht werden. heise online. 09.09.2022. (https://www.heise.de/news/Klimaforschung-Kipppunkte-koennten-schon-2030-erreicht-werden-7258637.html)

ERK. 2022. Prüfbericht zu den Sofortprogrammen 2022 für den Gebäude- und Verkehrssektor Prüfung der den Maßnahmen zugrundeliegenden Annahmen gemäß § 12 Abs. 2 Bundes-Klimaschutzgesetz. Berlin: Expertenrat für Klimafragen (ERK). (https://expertenrat-klima.de/content/uploads/2022/08/ERK2022_Pruefbericht-Sofortprogramme-Gebaeude-Verkehr.pdf)

Heimbach, Thomas. 2019. Vor 22 Jahren schrieb Angela Merkel ein radikales Buch zum Klimaschutz — es zeigt, wie wenig sich getan hat. (https://www.businessinsider.de/politik/deutschland/angela-merkel-greta-thunberg-klimaschutz-buch-klimapaket-2019-9/)

Holdinghausen, Heike. 2022. Mehr Tote im Straßenverkehr: Der akzeptierte Skandal. taz. Berlin. (https://taz.de/Mehr-Tote-im-Strassenverkehr/!5876958)

M-Five & Frauenhofer ISI & TUHH & TRIMODE & FH W-S & PTV Group & TU Dresden & BBG. 2022. Bewertung von Maßnahmen für ein Sofortprogramm nach Bundes-Klimaschutzgesetz (KSG). M-Five GmbH; Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (Fraunhofer ISI); Technische Universität Hamburg (TUHH); TTS TRIMODE Transport Solutions GmbH (TRIMODE); Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FH W-S); PTV Planung Transport Verkehr GmbH (PTV Group); Technische Universität Dresden (TU Dresden); BBG und Partner. (https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/K/presse/051-wissing-sofortprogramm-zur-einhaltung-der-klimaziele-im-verkehrssektor-anlage-1.pdf?__blob=publicationFile)

Merkel, Angela. 1997. Der Preis des Überlebens: Gedanken und Gespräche über zukünftige Aufgaben der Umweltpolitik. Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt.

Pressemitteilungen des VDV. 2022. Bilanz eines Erfolgsmodells: Rund 52 Millionen verkaufte 9-Euro-Tickets. (https://www.vdv.de/presse.aspx?id=df893fc7-1759-497b-9488-ce4631b9b01c&mode=detail&coriander=V3_1a0fa46f-e58e-ab5a-0cde-ddc8019617b8)

Rahmstorf, Stefan. 2019. Emissionsbudget: Darum schweigt die Bundesregierung zur wichtigsten Zahl beim Klimaschutz. Der Spiegel. (https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/emissionsbudget-zur-wichtigsten-zahl-beim-klimaschutz-schweigt-die-regierung-a-1292033.html)

Reiber, Serafin & Schaible, Jonas & Teevs, Christian & Traufetter, Gerald. 2022. Uneinigkeit in der Regierung: Gibt die Ampel ein zentrales Prinzip im Klimaschutz auf? Der Spiegel. (https://www.spiegel.de/politik/deutschland/gibt-die-ampel-ein-zentrales-prinzip-im-klimaschutz-auf-a-bb37a523-f99e-4f10-aa4a-1e7cbd0cd978)

Schlegel, Michael. 2022. Nach Eklat mit Olaf Scholz: Zwischenrufer vor Gericht. taz. Berlin. (https://taz.de/Nach-Eklat-mit-Olaf-Scholz/!5877088)

Schöneberg, Kai. 2022. Umweltminister für Tempolimit. taz 16.05.2022. Berlin. (https://www.taz.de/!5854529)

Speit, Andreas. 2022. Prozess um Massenmord in KZ Stutthof: Das Schweigen der KZ-Sekretärin. taz 20.02.2022. Berlin. (https://taz.de/Prozess-um-Massenmord-in-KZ-Stutthof/!5831500)

Speit, Andreas. 2022. Prozess gegen frühere KZ-Sekretärin: Menschen und Brennholz, geschichtet. taz 01.07.2022. Berlin. (https://taz.de/Prozess-gegen-fruehere-KZ-Sekretaerin/!5861240)

Stöcker, Christian. 2022. Verweigerungspartei FDP: Nichtstun First. Bedenken Second. Der Spiegel. (https://www.spiegel.de/wissenschaft/fdp-und-die-klimakrise-nichtstun-first-bedenken-second-a-37608f30-3542-47db-ae4d-8fe97a1069e0)

Umweltbundesamt. 2022. Tempolimit. (https://www.umweltbundesamt.de/themen/verkehr-laerm/nachhaltige-mobilitaet/tempolimit)

Veiel, Andres & Jutta Doberstein. 2020. Ökozid. ARD. https://www.youtube.com/watch?v=IMzy8ybKBeQ

Waack, Jonas. 2022. Position zu E-Fuels: FDP dementiert Einfluss Porsches. taz 24.07.2022. Berlin. (https://taz.de/Position-zu-E-Fuels/!5869748/)

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